school stories

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Meine Schulpraktischen Studien haben begonnen. Fünf Wochen an einem Gymnasium, 100 abzuleistende Hospitationsstunden, von diesen müssen 5 als eigene Unterrichtsstunden gestaltet werden und 1 muß auf Video aufgezeichnet und transkribiert werden.

Ich hab also irgendwie nicht mehr viel Zeit. Die erste Woche ist nun so gut wie rum und es ließ sich ertragen. Allerdings kommt da noch sehr viel mehr Arbeit auf mich zu. Die Schule an sich ist schön, aber sehr groß. Bislang hab ich noch jeden Raum gefunden, den ich gesucht habe, jedoch wären mir geringere Schülerzahlen - wir haben 1300 - lieber gewesen. Das Lehrerzimmer ist das größte, das ich jemals zu Gesicht bekommen habe in meiner eigenen schulischen Karriere. Es hat sogar einen angeschlossenen Garten im Innenhof, wie in einem Atrium-Haus, wo man mit Liegestühlen in der Sonne sitzen und Kaffee trinken kann, wenn man das mag. Den Stundenplan zusammenzustellen, das hat sich auch als schwieriger erwiesen als gedacht, denn die Lehrer haben sich Doppelstunden zusammengezogen, hier getauscht, da getauscht... ich hatte alleine diese Woche Mühe, die nötigen 20 Stunden zu erfüllen. Gegenwärtig bin ich bei 12 abgeleisteten Stunden, und das auch nur, weil ich in fachfremden Unterricht gegangen bin. Und dann haben die auch manche Termine nur 14-tägig, ich kann also noch gar nicht abschätzen, wie ich das alles bewältigen soll.

Wenigstens endet jetzt meine Therapie. Ich habe nur noch eine Sitzung, und dann also drei Wochen, in denen mir der Dienstag Vormittag auch zur Verfügung steht, um solche Dinge auszugleichen.

Weil mein Therapeut mir sehr geholfen hat, habe ich mir gedacht, ich schenke ihm ein Buch und schreibe ihm einen persönlichen Dankes-Brief. Schließlich ist er es, von dem ich gelernt habe wie wichtig es ist, Leistung zu würdigen. Und mich hat diese Therapie soweit gebracht, daß ich inzwischen weit mehr Verantwortung für mein Leben übernehmen kann als zuvor. Ich bin nicht finanziell unabhängig und werde das vielleicht auch nie wieder sein, aber ich leiste meinen Beitrag, und ich leiste ihn so, daß es mir damit gut geht. Innerliche Schmerzen hab ich nur noch selten einfach so. Meistens kann ich inzwischen einen konkreten Anlaß benennen, wenn es mir schlecht geht.

Die beste Nachricht ist allerdings, daß ich meine Leseblockade durchbrochen habe. Innerhalb weniger Tage habe ich in Leerlaufzeiten und bei meinem Job mehrere hundert Seiten lesen können. Es ist nicht das gleiche Lesefieber wie früher, als ich kein Buch aus der Hand legen konnte, als jedes von ihnen ein Zauberbuch für mich war. Aber das ist eine so gravierende Besserung, daß es für mich wie ein Durchbruch ist.

27.8.08 19:11

bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Korger (27.8.08 19:45)
Gratulation zu den Überwinden der Leseblockade! Das könnte ich mir so gar nicht vorstellen *schaudert* von daher - echt toll.

Und auch das mit der Therapie ist toll, noch toller finde ich aber die Idee deinem Therapeuten so zu danken.

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