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Tiefphasen

Und was soll ich jetzt schreiben? Mir ist elend, abends wird es schlimmer. Eine halbe Stunde noch, bis ich entlassen bin, und dann noch eine bis nach Haus. Meine Verluste drücken mich, heute morgen jedoch war es so gut wie hell und klar in mir. Ich konnte arbeiten, vielleicht habe ich das nur getan, weil mein Spiel der Wartungsarbeiten wegen nicht zur Verfügung stand. Das spielt kaum eine Rolle, ich hing nicht im Nichts, ich konnte arbeiten. Meine Zusammenfassung hab ich vollendet, Griechisch übersetzt, mein Transkript eingereicht. Das ist nicht der schlechteste Neustart nach den letzten, hilflosen Tagen. Gestern waren die Schmerzen weit lähmender, und morgen werden sie mich weniger lähmen als heute. Ehrlicherweise schinde ich Zeit. Zeit aber, die anderen gewidmet ist und die ich zurückhaben will. Mit dem Angels Underground höre ich auf. Die Kämpfe darum waren so anstrengend, dass sich der Spaß daran nicht mehr einstellen will, nicht einmal, nachdem ich die Verantwortung abgegeben habe. Wenn man mich ins Rollenspiel bittet, fühle ich mich belastet. Und das allein durch blosse Anfrage, bin ich aber allein und es fragt keiner, würde ich es missen. Also will ich nur noch mit meinem Freund spielen, und mit Danja. denn die ist so angenehm unkompliziert, dass es - selbst wenn sie welche haben mag - sich selten danach anfühlt, als ob Erwartungen zu erfüllen seien. Außerdem finde ich bei ihr das rechte Maß an Anteilnahme. Ich kann ihr erzählen, ohne dass es ihr davon schlecht geht. Sie hat ein offenes Ohr, sie mag mich, es kostet mich ncihts, für sie da zu sein. Meine anderen Freunde, um Himmels Willen. Heiko müht sich, und er müht sich gut und sogar durch kleine Gesten: die Mappe zur rechten Zeit. Aber er ist momentan selbst so erschöpft, dass ich denke, ich müsste ihm zzu Hilfe eilen und ihn retten und weiß gar nicht wie. Was soll ich jetzt schreiben?

1 Kommentar 13.11.08 15:03, kommentieren