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plugged

- mood: hmkay -
- current gaming: travian, ro, diablo 1 -
- world talk xp: 26679 -
- project: slave to circumstances -

Endlich, nach einer Ewigkeit, nach völligem Verlust von Internetentzugserscheinungen und der Dreingabe in ewige Langeweile, ja sogar nach Beschäftigung mit dem richtig echten Leben hat mein neuer Provider es geschafft... mich wieder süchtig zu machen.

Jetzt habe ich also wieder Internet und ich hab eine ganze Menge zu erzählen und weiß im Moment gar nicht, wo ich anfangen soll. Passend zu meiner frisch gewonnenen Online-Präsenz hat meine Mutter sich ausgeknockt, indem sie sich den Knöchel angebrochen hat, sodaß ich den Haushalt übernehmen und sie pflegen muß. (Bitte bösartiges Lachen hier einfügen).

Nun hab ich mich schon bei den meisten Leuten gemeldet, sofern ich sie angetroffen habe und könnte vom Stapel herunter loserzählen, aber das will ich mal nicht machen - ich schildere meine Erlebnis in kleinen Dosen. Von Dosierung, nicht von Blechbüchse.

Erst einmal - schön wieder da zu sein.

21.9.07 15:33, kommentieren

coin-operated life

- mood: stressed -
- current gaming: travian, ro, diablo 1 -
- world talk xp: 26679 -
- project: slave to circumstances -

Nun habe ich den Wochenendeinkauf erledigt, und Mama hat sich ins Krankenhaus fahren lassen, weil die Schmerzen zu schlimm wurden. Überdies stelle ich die alte Unruhe fest, die sich in den letzten Wochen so gnädig von mir fortgehoben hatte - ich bin wieder online. Ich glaube, es könnte auch an der Coke liegen, da bin ich nämlich auch auf Entzug, und irgendwie gefällt mir nicht, wie ich reagiere.

Gerade eben begegne ich Tine, und eigentlich, merke ich, bin ich noch gar nicht soweit, andererseits habe ich in den vier Wochen auch nicht wirklich darüber nachgedacht, wie ich mit ihr umgehen soll und will, von daher ist weiter Abstand nehmen auch nicht das richtige. Ich hab einfach mal hallo gesagt. Ist ja nur das Wort, mit dem alle Tragödien beginnen.

Mein Orientierungspraktikum habe ich hinter mich gebracht und auch schon alle Formalitäten soweit wie möglich erledigt, jetzt muß ich mich nur noch ums Bafög kümmern, was auch schon in Arbeit ist. Meine Bude blinkt und blitzt, ich hab sogar meinen alten CD-Wust ausgemistet. Hatte zuviel Zeit *g*.

Allerdings brauch ich jetzt einen Plan, wie ich mein Leben mit dem Internet gestalten will. Diese Nervosität und Hyperaktivität online entsetzt mich unterschwellig.

1 Kommentar 21.9.07 18:24, kommentieren

about predicting the future

- mood: aloof -
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- world talk xp: 26679 -
- project: household -

Bevor ich in die Internetlosigkeit verschwand, habe ich Oracle Night von Paul Auster gelesen und eigentlich hatte ich noch einen abschließenden Eintrag dazu schreiben wollen, einmal weil ich das Buch tatsächlich zu Ende gelesen habe und dann, weil es das einfach wert ist. Darum möchte ich das nachholen: 

Ein feiner, unterschwelliger, aber sehr wichtiger roter Faden in Oracle Night ist der Roman, den der Protagonist schreibt. In diesem Roman taucht wieder ein Roman auf, und in diesem geht es um einen Mann, der aus den Traumata des Ersten Weltkrieges mit der Gabe hervorging, die Zukunft vorauszusehen. Die Fähigkeit belastete ihn sehr und als er sah, daß seine zukünftige Frau, jetzt noch völlig unschuldig, ihn betrügen würde - er lag immer richtig - war es zuviel und er nahm sich das Leben. Sidney, der Protagonist, erlebt eine Kette von Krisen im Rahmen seines Erholungsprozesses von einer schweren Krankheit.

Er und seine Frau müssen nach seinem langen todesnahen Zustand erst wieder zusammen finden und Sidney erahnt im Laufe der Geschehnisse weit mehr, als er tatsächlich wissen möchte - als am Ende Grace nach einem Überfall im Krankenhaus landet, entscheidet er sich, daß diese Ahnungen über ihre (nicht immer treue) Vergangenheit nicht auszusprechen sind, weil die Zukunft schon in den Menschen selbst steckt und sie darauf hinarbeiten, daß das, was sie erahnen, auch so eintrifft - fatal oder nicht.

Natürlich hängt so etwas nicht von dem ahnenden Menschen allein ab, aber den meisten wird dieses Gefühl vertraut sein - man weiß genau, man wird etwas wieder tun, wenn diese und jene Umstände eintreten, obwohl es besser anders wäre. Wir handeln alle in von uns selbst festgelegten Bahnen, die zu durchbrechen sehr schwer ist, selbst dann, wenn wir vorher wissen können, daß es uns viel kostet.

Vielleicht befürchtet Sidney, der sich ihrer nie ganz sicher gewesen ist, daß es ihn Grace kosten könnte, wenn er sie mit ihrem Betrügen (noch dazu mit seinem besten Freund) konfrontiert. Vor allem aber entscheidet er sich für die Gegenwart, in der beide gerade das noch zarte Wissen erlangt haben, daß sie zusammen gehören unabhängig von dem, was war.

1 Kommentar 23.9.07 14:33, kommentieren