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jealousy

- mood: pissed off -
- current gaming: wow pro -
- world talk xp: forget about it -
- project:  pitchfork -

jealousy und lousy enden nicht umsonst gleich. Und ich bin so sauer! Und ich fühle, daß es so unfair ist - und weiß nicht, warum es das sein sollte...

Rollenspiel kotzt mich augenblicklich nur noch an. Nicht nur, daß alle die Leute, mit denen ich gern spiele, nicht da sind, nein, vor allem sie kotzt mich an. Sie, die mir sagt: ich kann gerade nicht, und ich sag schweren Herzens: okay. Weil ich weiß, daß man eben nicht immer spielen kann. Weils mir manchmal genauso geht.

Besonders kotzt mich an online zu kommen und sie zu sehen, wie sie mit jemand anderem im Sep hockt - und spielt. Permanent. Stunde um Stunde, Abend für Abend, und ich kriege ein schnelles "hallo", damit ich auch ja weiß, sie hat mich nicht vergessen.

Scheiß drauf.

Wenn ich wenigstens selber wüßte, was ich eigentlich von ihr will - ich meide den Chat augenblicklich stark, weil ich einfach nicht sehen WILL...

damit nehme ich aber auch die Chance, mich zuerst zu fragen, ob ich was machen will. Ich komm erst spät am Abend online, gewartet hat sie natürlich nicht. Natürlich nicht. Ich hab auch nicht gewartet, und sie war genauso eifersüchtig.

Ich weiß also nicht, warum es unfair sein sollte. Vielleicht ärgert mich besonders, daß keiner da ist, mit dem ich mir einreden könnte daß ich sie nicht vermisse. Vielleicht ärgert mich auch, daß sie mich so überhaupt nicht vermißt. Klar, es ist schon cool, daß es Leute gibt, die ja sowas von inspirierend sind. Die neu, frisch, spannend sind und man selbst...

wie hat sie das genannt? Es hat sich bewährt. Und ich merke gerade: hat es nicht. Sie ist diejenige, die sich zuerst zurückgezogen hat, und ich will jetzt, sie nicht mehr zu wollen.

Sofort.

1 Kommentar 4.8.07 02:22, kommentieren

something ugly this way comes...

- mood: falling is like this -
- current gaming: wow pro -
- world talk xp: unimportant -
- project: Orientierungspraktikum -

Ach, es geht ja schon wieder. Jetzt bin ich nicht mehr sauer. Ich hab mit ihr gesprochen, und es hat dann tatsächlich zusätzlich zur kalten Schulter noch etwas Anderes gegeben als nur diese.

Manche Wege in der Welt muß man erst begehbar machen, und manchmal muß man gehen, wo nie Wege sein werden. Auf Kanten. Für Leute, die sich verirren. Besonders, wenn man selbst zu diesen Leuten gehört, oder fast.

Aber im Augenblick würde ich lieber den Weg aus der Welt gehen. Mein Psychologe war in der letzten Woche nicht da, als ich ihn besonders gebraucht hätte. Kann man nicht vorhersehen.

Ich bin nur noch am Heulen, und daß ich mich entschieden habe, in meinem Lieblingsspiel meine langjährige Gilde zu verlassen, um einer größeren, professionellen beizutreten, macht es auch nicht besser. Ich hab die Leute doch schon lieb gewonnen und leide unter Abschiedsschmerz.

Es ist die alte Frage, ob man ein Anrecht darauf hat, daß Freunde für einen da sind - ich denke, nein. Man benimmt sich trotzdem manchmal so, und man wird auch so behandelt, als ob andere das Recht dazu hätten, bisweilen. Ob sie weniger Freunde sind, nur weil sie jetzt selbst nicht da sein können, oder gar nicht wissen, wie schlimm es wirklich ist.

Und dann ist da meine ewige Frage. Die, wozu ich überhaupt da bin, wenn ich nicht für meine Freunde da und mit meinen Freunden sein kann. Wozu ich dann tauge, wenn ich für mich nicht leben will. Wenn in anderen kein Platz ist, mein Licht zu sehen. Ich schau in die eine Richtung und seh, wo es überall nicht ankommt, und ich seh in meinem Rücken nicht, wo es gut tut.

Ich hab ein Licht. Und es ist sicher wichtig, irgendwo.

Aber es wäre gut einzuschlafen und nicht mehr aufzuwachen.

1 Kommentar 4.8.07 22:20, kommentieren

kindergarten cop

- mood: bungee jump -
- current gaming: wow pro -
- world talk xp: unimportant -
- project: Orientierungspraktikum -

Okay. Habe ich gestern noch geglaubt, daß ich vorgestern Probleme hatte? Vergeßt es. Ich habe -jetzt- Probleme, 25 kleine schreiende Probleme, von denen ich nicht ein einziges selbst in die Welt gesetzt habe. Ehrlich.

Ich habe kurzfristig eine Stelle für mein Orientierungspraktikum gefunden, und zwar in einer Kindertagesstätte, die direkt auf dem Campus liegt und sich als der Uni angeschlossene Einrichtung versteht. 60% der Kids gehören zu an der Uni beschäftigten Elternteilen.

Mein erster Tag war wie ganz großes Kino. Wer immer geglaubt hat, Kinder seien gar nicht wirklich so: sie würden nicht wirklich auf den Erwachsenen draufspringen oder ihn fesseln oder versuchen ihn an ein Kreuz zu nageln (glücklicherweise mit Plastikhammer und -ohne- Nägel), der irrt gewaltig. Irgendwann lag ich im Toberaum unter drei Kindern, die ich nicht mehr abschütteln konnte, und sah nur noch aus dem Augenwinkel, wie ein viertes einen überdimensionalen Schaumstoffwürfel auf mich kippte, indem es sich gleich mit rutschen ließ...

aber heute kam die kleine Yonna zu mir und wollte auf den Arm, und ich habe den Kindern vorgelesen und hatte zwei dabei auf dem Schoß, und das macht irgendwie Vieles wett.

Ich habe keinen ausgeprägten Mutterinstinkt, aber ich mag Kinder. Obwohl ich glaube, daß die sieben Stunden täglich mich schaffen werden, und es ist schon weise von mir gewählt, daß ich mir immer den Mittwoch frei genommen habe...

Anekdote: ein kleines engelsgesichtiges blond gelocktes Mädchen (zum Anbeißen) fängt an verschmitzt zu grinsen und sagt: Ich bin ein großes Mädchen! - Ich: Soooo groß! - Sie: Mama ist auch ein großes Mädchen! - Ich: Noch soooo viel größer! - Sie: Papa ist auch ein großes Mädchen!!! - Ich: Da wird er sicher überrascht sein.

Ich liebe meinen Job.

7.8.07 16:32, kommentieren