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the most beautiful declaration of love in the world

- mood: the softer overtones of grey -
- current gaming: vampire, the masquerade -
- world talk xp: something about 15 k total -
- project: universitywise quarter dance -

Jetzt ist es schon wieder passiert. Davon bin ich nicht müde geworden, aber ich -bin- müde, und ich bin so total kaputt. Körperlich inzwischen auch, immerhin macht das, daß ich jetzt wieder schlafen kann, glücklich? Bin ich nicht. Ich bin nicht glücklich, wenn es schmerzt, nur weil ich es mir so bequem gemacht habe in der Unzufriedenheit.

In stickiger Luft dieses beschwerenden Gefühls ist mir Sauerstoff: das Kleine, das groß ist, es ist schon wieder passiert. Da ist ein cooles Mädchen und sie geht fort. Sie zieht auf eine Insel, auf eine tolle, und sie ist so wunderschön dort, in meinem Kopf, daß ich wie zuvor sagen will... ich kann warten wie ein Stein. Wie ein Menhir, vielleicht, oder wie der Feuerstein, der in der Kreide steckt, der härteste Stein, und nach Terry Pratchett wachsen gute Hexen auf Fels. Ich mag diese Sorte Idee. Ich will daß jemand auf mir, an mir, mit mir wächst. I wish I was mountain.

Eigentlich dachte ich, daß mein Studium im Oktober losgehen wird. Ich will auf Lehramt für Gymnasialstufe studieren, Geschichte, Latein, Chemie. Zwei Fächer davon fassen andere nicht einmal mit der Kneifzange an, eines womöglich mit Gummihandschuhen. Und ich hab festgestellt, daß man sich nicht nur diverse Pflichtberatungen einholen muß - na gut, -eine-. Sondern man muß auch noch ein 4-wöchiges Orientierungspraktikum machen, das nicht an einer Schule stattfindet, sondern sonstwo im pädagogischen Bereich. Ich weiß nicht, ich kann mich mir beim YMCA einfach nicht vorstellen. Nicht ohne drei andere Leute mit Kostümen und Karaoke-Maschine. All das muß ich auftreiben -vor- Studienbeginn, und irgendwie organisiere ich mir seit zwei Wochen einen Wolf. Dinge gehen vorwärts, aber es kommt mir so langsam vor - obwohl es das nicht ist.

Gerade jetzt ist viel schnell gegangen. Ich habe festgestellt, daß zur Uni zu gehen das erste, allererste Ziel in meinem Leben ist, das -ich- erreichen wollte, für das -ich- gearbeitet und das -ich- mir ermöglicht habe. Fühlt sich gut an unter all der Schmutzwäsche, die mich stört.

Das coole Mädchen hat mir gesagt, was die schönste Liebeserklärung der Welt ist. Das ist ein Unterschied zu: sie hat mir die schönste Liebeserklärung der Welt gemacht. Sie hat es mir gesagt, damit ich sie irgendwann einmal jemandem machen kann, und auch wenn all das durch Schichten und Schleier abstrahiert, phantasiert und bekanntet (das ist das Gegenteil von entfremdet *behaupt*) ist, ... es ist wie es ist. Tears to an island that I am not. Mit Heimweh an einen nie gesehenen Ort.

2 Kommentare 13.6.07 21:20, kommentieren

falling in (e)motion

- mood: bam, bam! I'm fixed... -
- current gaming: vampire, the masquerade -
- world talk xp: something about 15 k total -
- project: math oral -

Meine Lieblingsplätze in der Welt sind an Zeit gebunden. Die Zeit, zu der sie mich besonders berührt haben. Ich entsinne mich an einen Friedhof, auf dem eine einzelne, kalkartige Klagestatue steht, einzeln, weil sie einzigartig in ihrem Umfeld ist, die Arme erhoben, und dort. Dort -war- einmal etwas. Eine Kraft der Unruhe, des Verzweifelns und der Friedlosigkeit. Egal, aus welchem Winkel man diese Statue angeschaut hat, ihre Augen folgten einem, und wenn man hinter sie trat, schien sie es einem übel zu nehmen - ja, sie hatte Persönlichkeit. Nicht eine, it was a million different people from one day to the next. Sie war nicht für mich so. Die wenigsten Dinge sind für jemanden so, wie sie sind. Aber ich hatte Teil und ihr Gesicht ist mit den Jahren blinder geworden, Eindrücke verändern sich, da die Menschen es tun. Und vielleicht ändert sich die Welt sogar auch.

Ich entsinne mich auch an eine kleine Lichtung im nahen Wäldchen, das gut, manchmal zu gut besucht ist, und dort steht ein sehr alter Baum: dem hab ich einmal, als ich sehr verloren war, meinen Respekt erwiesen und den Schmerz geteilt, als sie sein Umfeld gerodet haben. Ich meine, man darf das nicht zu okkult verstehen. Es sind nicht Schmerzen von Baumseelen oder etwas Ähnlichem. Das ist schwer zu erklären, vor allem, weil man den Unterschied so schwer erkennen kann. Wer einmal eine Zeitrafferaufnahme eines grün bewachsenen Gebietes gesehen hat, der kann feststellen, daß die Pflanzen sich fast wie Tiere verhalten und bewegen, nur eben viel viel langsamer und mit den Mitteln, die ihnen gegeben sind. Aus menschlicher Perspektive kann man Tiere und Pflanzen nicht auf eine Stufe stellen. Aber es gibt Menschen, die Tieren Seelen zuerkennen und es ist fast unmöglich, je nach Tierart, dem Tier abzuerkennen, daß es schmerzfähig ist, auch wenn sein Bewußtsein die Schmerzen vielleicht anders wahrnimmt. So ähnlich denke ich, ist es mit Pflanzen - nur noch anders verschoben -; und wenn es nur der Duft geschnittenen Holzes war, das mich so unwohl machte, es war da. Der Baum steht noch. Ich weiß nicht, ob seine Züge verwittert sind, aber von dort hab ich meinen Stab bekommen zu einer Zeit, da ich wollte, daß Märchen Wirklichkeit sind.

Zuletzt entsinne ich mich daran, daß das Meer immer gut ist. Wenn es ans Meer geht, dann hat das für mich den über-den-Wolken-Effekt. Am Meer kann ich nicht aufgebracht sein, nicht hektisch, nicht wackelig, wenn ich alleine dort bin. Das ist dort anders als an anderen Orten. Ich kann traurig sein, aber das ist nicht das gleiche. Eines Tages will ich das Märchen "Das letzte Einhorn" noch einmal schreiben, so, wie es im Film gewesen ist, weil das Original wohl auch schön ist und satirisch und herzlich, aber ich hab Worte dafür, die wie die Bilder aus dem Film sind. Ans Meer, mon amour?

And then, bam, bam! I'm fixed and everything will be okay.

2 Kommentare 15.6.07 14:33, kommentieren

no love song for you

- mood: ghost-heal-walk -
- current gaming: wow lvl 22 mage -
- world talk xp: 23350 -
- project: shapeshifter -

Und weil ich dich so unsagbar mag, geh ich auf die Knie und schweige vor Glück, ich weine Perlen von den Hälsen der Frauen fort überall dort wo man sagt, daß Sätze kein Lied sind und daß, daß Frauen viel weinen müssen und furchtbar allein sind, wo man sie mit viel zu vielen Perlen beschenkt, wer ist denn schon gekränkt, wer ist denn schon gekränkt...

Da sagt man, daß der Anfang das schwierigste ist und dann fängts irgendwann an leichter zu sein und meine Sätze sind ein Lied mit einer Melodie, die vom Meer her über Großstädte zieht und irgendwann fängt ein Anfang an keiner mehr zu sein und schenkt reinen Wein in müden Verstand, wer ist denn schon verstanden und du kommst dann trotzdem noch gut und gerne heil bei mir an...

Du? Du, laß uns Freunde sein, laß uns Freunde sein, laß uns Freunde sein.

(für Shai)

2 Kommentare 22.6.07 17:13, kommentieren