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blood, death and butterflies

- mood: on my knees -
- current gaming: ro archer lvl 58, wow priest lvl 70 -
- world talk xp: 13372

- project: abitur -

Das ist wirklich schnell gegangen, so schnell daß ich kaum gucken kann - denn meine kleine Archer ist nun keine kleine Archer mehr, sondern schon zur Dancer geworden. Ela hat ein wahnsinniges Tempo drauf mit ihrem Rebirth-Charakter, aber wenigstens kann sie mir, da sie viel mehr XP braucht, nicht mehr ganz so schnell davon flutschen :D

Außerdem hab ich mich entschieden, welchen Char ich zuerst hochspielen werde. Da ich noch ein anderes Spiel habe und eigentlich gar keine Zeit haben sollte für nur eines davon, muß ich schon eine Auswahl treffen - und das wird mein Monk sein, den ich vor Ewigkeiten schon einmal angefangen habe.

Unserem Kater - schwer und unheilbar krank - geht es zur Zeit etwas besser. Er veranstaltet Marathon-Rennen durch die Wohnung und schmeißt nachts Leute aus dem Bett, die ihn ins Treppenhaus lassen sollen, weil der kleine Angsthase da dann schnickern gehen kann - es kommt ja um die Zeit kaum jemand. Wenns nur so bleiben würde...

Im Moment gehts mir noch nicht so gut. Eigentlich müßten die Medikamente, die ich nehmen muß, schon wirken, aber ich merk davon nichts. Obwohl ich, als ich sie zwischenzeitlich abgesetzt habe, das sehr wohl zu spüren bekommen habe - keine Erleichterung, nichts. Wenn ich in den Spiegel schau, lächel ich. Und innen schreit es.

Mein Arzt hat gesagt, das wichtigste ist, daß man nicht aufgibt.

1 Kommentar 1.4.07 11:25, kommentieren

with bare feet on broken glass

- mood: tired to the death -
- current gaming: ro archer lvl 68 -
- world talk xp: increasing

- project: abitur -

Im Augenblick erlebe ich einen Tiefpunkt. Ich vermisse manches und manche, viel ist und viele sind mir abhanden gekommen. Alte Gefühle wird man nicht immer los, und dann hocken sie wie weiße Nachtmahre auf dem Fußende vom Bett und fühlen sich schön und unsagbar traurig an. Es gibt verschiedene Arten damit umzugehen, keine will mir mehr recht gelingen. Gefühle dürfen weniger werden, gleich bleiben, dürfen mehr werden - aber wenn sie nirgends ankommen dürfen, dann ist das wie ein Schrei in der Stille, wenn die Stille da herrührt, daß niemand da ist...

ich bin nicht einsam. Nicht mehr. Ich werde vor Aufgaben gestellt, die ich zu bewältigen lernen kann und beziehe Hilfe sogar von dort, wo ich niemals damit habe rechnen können, weil die Menschen selbst Hilfe brauchen - Hilfe zur Selbsthilfe nennt sich das dann, schätze ich.

Nichts ist für mich schlimmer als hilflos zu sein, vor vollendete Tatsachen gestellt zu werden, vor Mauern, die unüberwindlich gemacht werden. Ich weiß, ich weiß, daß nichts von alldem so ewig ist, wie es den Anschein hat, hab gelernt mich hinzusetzen und zu warten, bis die Mauern zu bröckeln beginnen, ab und an zu zeigen ich bin noch da. Von Zeit zu Zeit führe ich einen Regentanz auf in der Hoffnung es möge regnen und die Erosion möge die behindernden Steine schneller dahinraffen.

Ich kann nicht einmal mehr sagen ich kann nicht mehr, denn bis jetzt hab ich noch immer weiter gekonnt und nichts auf der Welt hält mich noch auf - aber ich fühl mich anders. Es zieht nur und gibt nichts zurück. Schwer.

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Ein bißchen lächeln muß ich. Das hat meine Jessi gemacht, weil wir wie wahnsinnig gelevelt haben um ihr und einem Freund zu ermöglichen, in Ragnarok Online endlich den letztmöglichen Job ihrer Klasse zu erlernen - und dahin zu kommen ist über ein Jahr Arbeit gewesen. Mein eigner Charakter ist dabei selbst auch hübsch hoch gekommen, das ist die grünhaarige Dancer.

 

 

1 Kommentar 3.4.07 20:49, kommentieren

frozen

- mood: sleeping beauty -
- current gaming: ro monk lvl 67, merc lvl 34 -
- world talk xp: increasing

- project: abitur -

"Der Winter des geistigen Lebens ist über mich gekommen. Ich finde mich gefangen in einer Situation, deren Bedeutung ich effektiv nicht erkennen kann. Ich bin machtlos, irgend etwas anderes zu tun, als mich zu beugen, ja auch auf einen lange gehegten Wunsch zu verzichten. Ich bin geduldig: Dies ist die Phase der Passivität, die einer Wiedergeburt vorausgeht.

Ich muß besonders auf persönliche Beziehungen achten. Zur Zeit sind Brüche wahrscheinlicher als Versöhnungen. Bemühungen auf meiner Seite werden verlangt, es ist ratsam, meine gute Laune zu behalten. Ganz gleich was geschieht - wie ich reagiere, liegt bei mir."
(abstrahiert: Ralph Blum - Runen)

Es gibt ein Spiel, das ich gern spiel, wenn ich traurig bin und ratlos, das ist das Spiel mit den Runen. Für mich ist nichts Esoterik daran obgleich es ein Orakel ist: ich find doch nur in den Steinen, was in mir ist, und sie helfen mir, meine unkonzentrierten, chaotischen Gedanken zu fassen. Es mag gut sein, daß ich die Steine irgendwann nicht mehr brauch.

Passivität heißt, daß alle Pläne warten müssen, bis sich die Dinge, die jetzt festgefroren sind, wieder bewegen lassen. Handlung ist schließlich Bewegung, Stillstand ist Ende - und das ist gar nicht so unheimlich, wenn man sich vor Augen führt, daß jeder Winter mal vorbei geht, solang man sich nicht selbst im ewigen Eis ansiedelt. Und da wohn ich nicht. Dabei hab ich Tatendrang - habe mein Zimmer geputzt, Myriaden von Scherben eines zersprungenen Glases vom Fußboden gesammelt - der glänzt jetzt! - und mich entschieden, meinem Blog ein ganz eigenes Design zu verpassen. Wie genau ich das mache, weiß ich aber noch nicht.

Sowieso geht im Moment alles sehr langsam und dringt nicht nach außen, alles was ich tu ist innerlich oder bezieht sich auf mein engstens, höchst persönliches Umfeld. Ich denke, das ist in Ordnung. Ein Tierchen im Winterschlaf lebt schließlich auch noch, und sein Organismus paßt sich an und bereitet sich vor auf die Umstände, die kommen sollen, soweit es irgend geht.

3 Kommentare 6.4.07 18:21, kommentieren